Produktions­planung und -steuerungDurchlaufzeiten senken, Termintreue erhöhen, Bestände reduzieren!

Die Produktionsplanung und -steuerung ist das Herzstück des Produktionsmanagements: Hier wird entschieden, welcher Auftrag wann, wo und mit welcher Priorität durchläuft – mit direkten Auswirkungen auf Liefertermine, Bestände, Auslastung und Kosten.

In vielen Unternehmen ist die PPS jedoch von Feuerwehraktionen, permanenten Umplanungen und Intransparenz geprägt: Maschinen sind voll, trotzdem fehlen Teile, Aufträge stauen sich und Kundenaufträge geraten unter Druck.

Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Produktionsplanung und -steuerung so auszurichten, dass logistische Zielgrößen – Termintreue, Durchlaufzeit, Bestand und Auslastung – im Gleichgewicht sind und Ihre Produktion zuverlässig liefert.

Warum die Produktionsplanung und -steuerung im Mittelpunkt der Wertschöpfung steht

Die Hauptaufgaben des Produktionsmanagements sind Produktionsplanung, -steuerung und -controlling – mit dem Ziel, geringe Logistikkosten mit hoher logistischer Leistungsfähigkeit zu verbinden.

  • Die Produktionsplanung legt fest, welche Mengen zu welchen Terminen auf welchen Kapazitäten gefertigt werden sollen.
  • Die Produktionssteuerung sorgt dafür, dass diese Pläne im Tagesgeschäft umgesetzt werden – trotz Störungen, Engpässen und Prioritätswechseln.

Wenn Planung und Steuerung nicht zusammenpassen oder nicht sauber in ERP/MES abgebildet sind, entstehen:

  • hohe Bestände „zur Sicherheit“ – oft am falschen Ort,
  • lange und schwankende Durchlaufzeiten,
  • schlechte Termintreue und viel Ad-hoc-Umdisposition.

Eine moderne PPS bringt Strategie, Planung, Steuerung, IT-Systeme und Bestände zusammen – und ist damit die Basis für Lean Production, Werks- und Materialflussplanung und ein wirksames S&OP.

Ziele einer modernen Produktionsplanung und -steuerung

Ein professionell aufgesetztes PPS unterstützt Sie dabei, folgende Ziele gleichzeitig im Blick zu behalten:

  • Hohe Termintreue („On Time, In Full“) gegenüber Ihren Kunden
  • Kurze und stabile Durchlaufzeiten in Fertigung und Montage
  • Transparente und beherrschbare Bestände (WIP, Halbfertig- und Fertigwaren)
  • Sinnvolle Auslastung der Kapazitäten statt permanenter Überlast
  • Frühe Engpasserkennung statt täglicher Überraschungen
  • Hohe Transparenz für Planung, Steuerung und Führungskräfte
Olaf Dulz
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Olaf Dulz
Senior-Managementberater und Partner
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Typische Ausgangssituation

Typische Ausgangssituationen in der Praxis

In Projekten zur Produktionsplanung und -steuerung treffen wir häufig auf ähnliche Muster:

  • Dauer-Feuerwehrmodus: jeden Tag wird „auf Zuruf“ umgeplant, echte Ursachen bleiben unklar.
  • Hohe Umlaufbestände, aber trotzdem Fehlteile an kritischen Stellen.
  • Volle Maschinen – leere Termine: hohe Auslastung, aber schlechte Termintreue.
  • Manuelle Excel-Planung zusätzlich zum ERP/MES, weil die Standardfunktionen „nicht zur Realität passen“.
  • Intransparente Prioritäten: niemand weiß genau, welcher Auftrag wirklich wichtig ist.
  • Stammdaten und PPS-Parameter (Rüstzeiten, Durchlaufzeiten, Kapazitäten) sind veraltet oder uneinheitlich gepflegt.

Genau hier setzt unser Beratungsansatz für die Produktionsplanung und -steuerung an.

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Unsere Leistungen

Unsere Leistungen in der Produktionsplanung und -steuerung

Planungslogik und Steuerungskonzepte entwickeln

Wir erarbeiten mit Ihnen eine Planungs- und Steuerungslogik, die zu Ihren Produkten, Kundenanforderungen und Kapazitäten passt:

  • Zuordnung von Produkten (Wertströmen) zu geeigneten Produktionskonzepten (z. B. Auftragsfertigung, Lagerfertigung, Montage auf Kundenauftrag, Mischformen).
  • Definition von Entkopplungspunkten (z. B. Lagerstufen, Vormontage).
  • Festlegung von Planungs- und Steuerungsprinzipien:
  • Wann MRP/ERP gesteuert, wann Pull / Kanban oder hybride Konzepte?
  • Welche Bereiche werden taktisch geplant, welche operativ gesteuert?
  • Aufbau eines klaren „Planungs- und Steuerungs-Regelwerks“, damit nicht jeder Disponent seine eigene Logik verfolgt.

Kapazitätsplanung und Bedarfs-Kapazitäts-Abgleich

Eine gute PPS beginnt mit einer realistischen Kapazitätssicht:

  • mittelfristiger Abgleich von Bedarfen und verfügbaren Kapazitäten (Maschinen, Linien, Personal),
  • Szenarien für Mengenschwankungen, Produktmix und neue Produkte,
  • Einbindung in S&OP-Prozesse, damit Produktionsplanung und Absatzplanung zusammenpassen, statt gegeneinander zu laufen.

So sehen Sie frühzeitig, wann zusätzliche Schichten, Überstunden, Outsourcing oder Layoutanpassungen notwendig werden – statt permanent in der kurzfristigen Reaktion zu bleiben.

Feinplanung, Leitstand und Reihenfolgeplanung

Auf der operativen Ebene unterstützen wir Sie beim Aufbau einer stabilen Feinplanung:

  • Definition von Planungsrhythmen (z. B. tägliche / mehrtägige Leitstandsläufe),
  • Einführung einer kapazitiv begrenzten Belegungsplanung (Finite Capacity Scheduling),
  • sinnvolle Regeln für die Reihenfolgebildung (z. B. Priorität, Rüstfamilien, Kundentermin),
  • klare Koppelung zwischen Leitstand, Fertigungssteuerung und Shopfloor Management.

Ziel ist ein Plan, der ausgeführt werden kann, ohne dass er nach wenigen Stunden wieder „zusammenbricht“.

Auftragsmanagement und Durchlaufsteuerung

Wir strukturieren den Umgang mit Aufträgen entlang des gesamten Prozesses:

  • klare Kriterien für Auftragsfreigabe (z. B. WIP-Limits, Materialverfügbarkeit, Kapazität am Engpass),
  • Definition von Steuerungsgrößen (WIP, Rückstand, Durchlaufzeit, Termintreue) je Bereich,
  • Vereinfachung und Standardisierung der Schnittstellen zwischen Vertrieb, Arbeitsvorbereitung, Disposition, Fertigung und Logistik,
  • Aufbau eines Auftrags- oder Planungs-Centers als zentrale Stelle, an der Informationen zusammenlaufen.

Damit werden Prioritäten transparent und Entscheidungen nachvollziehbar.

Parametrisierung und Integration in ERP-, MES- und APS-Systeme

Konzeption allein reicht nicht – die PPS-Logik muss sich auch in den Systemen wiederfinden. Wir unterstützen Sie bei:

  • der Identifikation der relevanten PPS-Parameter (Durchlaufzeiten, Rüstzeiten, Kapazitäten, Losgrößen, Dispositionskennzeichen etc.),
  • der Bereinigung und Automatisierung der Stammdatenpflege (z. B. auf Basis historischer Rückmeldedaten),
  • der Definition von Anforderungen an ERP-, MES- oder APS-Systeme,
  • der Begleitung von Einführungen oder Anpassungen von IT-Lösungen für die Produktionsplanung und -steuerung.

Unser Ziel: Weg von parallelen Excel-Landschaften – hin zu einer Lösung, die im Tagesgeschäft nutzbar ist.

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Vorgehensweise und nächste Schritte

Vorgehensmodell – von der Analyse zum stabilen PPS

1. Quick-Check & Ist-Analyse

  • Aufnahme der bestehenden Planungs- und Steuerungsprozesse,
  • Analyse von Kennzahlen (Termintreue, WIP, Bestände, OEE, Rüstzeiten),
  • Sichtung der Systemlandschaft (ERP, MES, Leitstand, Excel),
  • Identifikation von Haupt-Ursachen für Instabilität und Ineffizienz.

2. Zielbild und PPS-Konzept

  • Definition der logistischen Zielgrößen (z. B. Lieferzeit, Bestandsniveau, Auslastung),
  • Entwicklung eines Zielbilds für Produktionsplanung und -steuerung (Rollen, Prozesse, IT-Unterstützung),
  • Aufbau einer Planungs- und Steuerungslogik inkl. Segmentierung (z. B. nach Produktgruppen, Wertströmen, Fertigungstypen).

3. Pilotierung und Umsetzung

  • Einführung der neuen PPS-Logik in einem oder wenigen Pilotbereichen,
  • Anpassung von Parametern, Workflows und Auswertungen,
  • Coaching von Planern, Disponenten und Führungskräften im Tagesgeschäft.

4. Rollout und nachhaltige Verankerung

  • schrittweise Ausweitung auf weitere Bereiche / Werke,
  • Verzahnung mit Lean Production, Werks- und Materialflussplanung sowie Bestandsmanagement,
  • Aufbau von Produktionscontrolling und Kennzahlensystem, um PPS-Regeln kontinuierlich zu verbessern.

FAQ – Produktionsplanung und -steuerung

Was ist der Unterschied zwischen Produktionsplanung und Produktionssteuerung?

Die Produktionsplanung definiert im Voraus, welche Mengen auf welchen Kapazitäten zu welchen Terminen produziert werden sollen. Die Produktionssteuerung sorgt im Tagesgeschäft dafür, dass diese Pläne umgesetzt werden – inklusive Auftragsfreigabe, Reihenfolgeplanung, Reaktion auf Störungen und laufender Überwachung der Zielgrößen (Bestand, Durchlaufzeit, Auslastung, Termintreue).

Brauchen wir zwingend zusätzliche PPS- oder APS-Software?

Nicht unbedingt. In vielen Fällen lassen sich bestehende ERP-/MES-Funktionen deutlich besser nutzen, wenn Planungskonzepte, Parameter und Stammdaten sauber aufgesetzt sind. Zusätzliche Systeme (APS, Leitstand, Feinplanungstools) sind dann sinnvoll, wenn:

• Ihre Planungsprobleme mit Bordmitteln nicht beherrschbar sind,
• eine feinere, kapazitiv begrenzte Planung nötig ist,
• komplexe Varianten oder mehrere Werke / Linien koordiniert werden müssen.

Wir helfen Ihnen, zunächst Prozess und Regelwerk zu klären – und erst dann über zusätzliche Software zu entscheiden.

Wie schnell zeigen sich Verbesserungen in der Produktionsplanung?

Das hängt von Ausgangslage und Zielsetzung ab. Erste Effekte zeigen sich oft schon nach wenigen Wochen bis Monaten, z. B. durch:

• klarere Prioritäten,
• verbesserte Auftragsfreigabe,
• angepasste PPS-Parameter und Stammdaten,
• Reduktion von Ad-hoc-Umplanungen.

Strukturelle Verbesserungen – z. B. geänderte Planungslogik, Kapazitätskonzepte oder die Einführung eines Leitstands – wirken eher mittel- bis langfristig, stabilisieren dann aber das Gesamtsystem.

Wie gehen Sie mit Störungen und ungeplanten Ereignissen um?

Störungen gehören zur Realität jeder Produktion. Ziel einer guten PPS ist nicht, Störungen zu verhindern, sondern robust mit ihnen umzugehen:

• Puffer und Entkopplungspunkte bewusst planen,
• klare Regeln für Prioritätsänderungen und Sonderaufträge definieren,
• Kennzahlen und Visualisierungen nutzen, um Abweichungen früh zu erkennen,
• Verantwortlichkeiten eindeutig festlegen (wer entscheidet was, wann und auf welcher Basis?).

Dazu gehört immer auch die Verzahnung mit Shopfloor Management und Produktionscontrolling, die Abweichungen systematisch sichtbar machen und in Verbesserungen überführen.